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Hommage an Elisabeth Nowotny

Sangha Blog

Hommage an Elisabeth Nowotny

Rigpa e.V.

 

Elisabeth Nowotny war ein geschätztes und geliebtes Mitglied der deutschen Sangha, eine wundervolle Dharmalehrerin und Freundin für viele und eine wirkliche Pionierin in Rigpa der ersten Jahre.

Am 20.3.2026, an ihrem 80. Geburtstag, ist Elisabeth verstorben. 

Worte von Herbert Winkler:

Elisabeth zählt seit Jahrzehnten zu den wichtigsten und einflussreichsten Pionierinnen der Arbeit von Sogyal Rinpoche und Rigpa in Deutschland und darüber hinaus.

Sie lernte Rinpoche 1986 kennen und nahm anschließend gemeinsam mit ihrem verstorbenen Ehemann Heinz Nowotny an jedem Rigpa-Retreat in Europa teil. Beide widmeten sich mit Begeisterung dem Studium und der Praxis, hauptsächlich anhand ihrer eigenen Aufzeichnungen der Lehren und der damals verfügbaren Audioaufnahmen.

Aufgrund der häufigen Lehrveranstaltungen von Sogyal Rinpoche in Deutschland und der jährlichen Winterretreats in Kirchheim wuchs die deutsche Sangha rasch. Auf Rinpoches Wunsch hin begann Elisabeth daher einige Jahre vor Erscheinen des Buches zusammen mit Tom Geist, dem verstorbenen Übersetzer des Buches „Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben“ (TBLD), regelmäßige wöchentliche Studien- und Übungsabende in München anzubieten.

Elisabeth nahm 1992 auch am berühmten dreimonatigen Retreat in Lerab Ling teil. Gegen Ende dieses Retreats wurden die ersten Schritte zur Entwicklung einer Ausbilderausbildung unternommen, da Rinpoche vorausgesehen hatte, dass das Buch (TBLD) ein wachsendes öffentliches Interesse an den Lehren wecken würde.

Genau das geschah dann auch in Deutschland, als das Buch 1993 erschien. Da es innerhalb der Sangha Bedarf an qualifizierten Ausbildern gab, die die Lehren authentisch an verschiedenen Orten und in verschiedenen Zentren vermitteln konnten, begann Elisabeth in Zusammenarbeit mit Rigpa International und dem verstorbenen Tom Geist, eine gut strukturierte, regelmäßige Ausbilderausbildung zu entwickeln, zu etablieren und durchzuführen. Diese betrachtete sie später als ihr persönliches Vermächtnis für die Sangha.

Elisabeth und Heinz Nowotny

Wie es so schön heißt: Hinter jeder starken Frau steht ein starker Mann. Was Elisabeth so Wunderbares geleistet hat, wäre ohne die selbstlose Unterstützung ihres liebevollen Ehemanns Heinz, der sich um sie kümmerte, insbesondere als ihre körperliche Beweglichkeit nachließ, nicht möglich gewesen.

Elisabeth war einerseits Sogyal Rinpoche und seinen Lehren unerschütterlich ergeben, andererseits aber auch der Sangha mit unermesslicher Hingabe verbunden.

Mit Freude und Begeisterung kümmerte sie sich um jeden, der ihren Rat oder ihre Unterweisung suchte, und dank ihres außergewöhnlichen Gedächtnisses erinnerte sie sich an jeden, mit dem sie eine bedeutungsvolle Verbindung aufgebaut hatte.

Als fleißige Praktizierende und Schülerin lebte sie, was sie predigte und lehrte, und verkörperte so vollkommen die drei wichtigsten Eigenschaften eines Lehrers: Wissen, ethisches Handeln und ein gütiges Herz.

Mit bewundernswertem Mut und unerschütterlicher Gelassenheit begegnete sie den Schicksalsschlägen ihres Lebens, und selbst während ihrer letzten Krankheit klagte sie nie und verlor ihren wunderbaren Humor nicht.

So war sie ein vollkommenes Beispiel einer mutigen Dharma-Kriegerin, die uns bis zu ihrem letzten Atemzug inspirierte und lehrte.

Jaborah erinnert sich:

Ein Leben für das Buddha Dharma.

Wenn ich an Elisabeth denke, dann denke ich an die geliebte Dharmaschwester, aber auch Lehrerin und spirituelle Freundin die sie für so viele von uns war. Voller Freude und Begeisterung und mit unbändiger Energie. Sie war die „Grande Dame“ und Pionierin von Rigpa Germany.

Schon sehr früh nachdem sie Sogyal Rinpoche das erste mal begegnet ist, hat sie mit bemerkenswertem Entsagungsgeist ihr erfolgreiches, aber samsarisches Leben hinter sich gelassen und sich ganz den Lehren des Buddhadharma und Rigpa gewidmet.......

Sie hat Menschen zutiefst geliebt – das war wohl eine ihrer herausragenden Eigenschaften. Ich kann mich so gut an ihre fast unstillbare Neugierde erinnern, mit der sie versucht hat herauszufinden wer ihr Gegenüber ist, was er oder sie braucht und wie das kostbare Dharma den Bedürfnissen entsprechend vermittelt werden könnte.

Diese Energie ist in ganz wunderbarer Weise nicht nur in ihre Tätigkeit als Lehrerin, oder in das Entwickeln des Instruktoren Trainings eingeflossen, sondern auch in die Betreuung und Begleitung von uns „Trainees“. Unvergessen sind lange Nächte in der Sauna mit Gesprächen, um Verwirrung oder Blockaden aufzuspüren und zu knacken, oder beim Bier in der Kneipe um ein Problem zu lösen. Oder einfach nur, um miteinander das Sein zu feiern. 

Sie lebte „Passion for Compassion“ - „Leidenschaft für Mitgefühl“ in jedem Moment. Ein Stück von dir wird in uns, die wir dir begegnet sind, weiterleben.

Noch in den letzten Tagen im Krankenhaus hat sie mir mit strahlendem Lächeln gesagt: „Weißt du, meine Hauptpraxis ist immer noch Mitgefühl. Das geht hier so gut.“ 

Sie hat ihr reiches Leben hinter sich gelassen von dem wir so viel lernen können.  

Möge sie die Bardo Belehrungen, die eine weitere ihrer Leidenschaften waren, verwiklichen und letztendliche Erleuchtung erlangen zum Wohle aller Wesen.

Karin Behrend, die sie lange kennt und viel mit ihr zusammen gearbeitet hat, schreibt dazu:

Elisabeth, Frau der ersten Stunde, eine der wenigen, die bereits im Sommer vor dem ersten Kirchheim-Retreat 1986 in den Pyreneen an Sogyal Rinpoches Sommerretreat teilgenommen hat… Pionierin, große Praktizierende, entschlossene Lehrerin… und wie sie vor Kurzem Selbst sagte: “mein Vermächtnis ist, glaube ich, das Instruktorentraining”. Einige von euch haben sie vielleicht nicht mehr kennengelernt, aber ich denke, aus ihrem Foto strahlt ihre Kraft und Freude! Vielleicht gibt es demnächst einen Moment, um gemeinsame Geschichte(n) zu teilen – ich sehe sie gerade vor mir in Kirchheim, spät am Abend, um passende Video-Ausschnitte für den nächsten Tag herauszusuchen… oder mit ihrem Mann Heinz in Lerab Ling…. Möge ihr Wunsch nach Erleuchtung zum Wohle aller in Erfüllung gehen.

Viele mit denen ich in diesen Tagen spreche, erinnern sich gut an das Instruktorentraining in Bad Zwesten mit Elisabeth.

Oliver Peters schreibt uns dazu:

Unsere wunderbare Elisabeth Nowotny ist gestern Abend an Ihrem 80. Geburtstag verstorben. Ich kenne Elisabeth seit 1990 und sie hat mit soviel Liebe und Hingabe die deutsche Instruktoren Sangha aufgebaut und mit ihrer Liebe und Fürsorge begleitet. Sie hat Sogyal Rinpoche immer als ihren großen Schützer und Meister gesehen und verkörpert. Manchmal hat sie gesagt, dass sie Sogyal Rinpoche hinter ihrem Rücken fühlt und visualisiert und wie er sie stärkt und hält.

Mit ihrem Mann Heinz widmet sie sich diesen Weg seit Mitte der 1980 und sie waren gemeinsam in Prapoutel, beim ersten Dzogchen Retreat 1992 in Lerab Ling und sie haben am 3 Jahres Retreat teilgenommen. Sie hat von allen großen Meistern unserer Linie Belehrungen und Ermächtigungen erhalten, wie Dilgo Khyentse Rinpoche, seine Heiligkeit dem 14.Dalai Lama, Nyoshul Khen Rinpoche, Dodrupchen Rinpoche, Dzongsar Khyentse Rinpoche, Dzogchen Rinpoche, Jigme Puntsok Rinpoche, Trulshik Rinpoche, Yangthang Rinpoche, Orgyen Tobgyal Rinpoche, Khandro Tsering Chödrön, Jetsun Khandro Rinpoche und viele, viele weitere Meisterinnen und Meister.

Sie ist ganz sicher im Herzen von Guru Rinpoche, Sogyal Rinpoche und Amitabha. Bitte richtet eure Praxis und Herzensgebete auf Elisabeth Nowotny aus, dass sie eine gute Reise durch die Bardos hat. Danke für alles Elisabeth. Wir lieben Dich.

Maureen Cooper, auch eine langjährige Rigpa

Schülerin berichtet:

Elisabeth interessierte sich stets für das große Ganze und wollte neben ihrem unermüdlichen Einsatz für Deutschland auch zu Rinpoches internationaler Vision beitragen.

Von 1995 bis 2000 war sie aktives Mitglied des von Bert van Baar geleiteten Curriculum-Teams und verantwortlich für das Stream- Programm. Ihr Beitrag und ihre harte Arbeit waren von unschätzbarem Wert. Von 1995 bis 1998 gehörte sie zu den nationalen Studien- und Praxisleitern des LL-Retreat-Teams. Sie sorgte für die Durchführung der Retreats auf allen Ebenen und betreute oft gleichzeitig eine Gruppe. Dies waren besondere Retreats, in denen das Retreat-Team bei Rinpoche ausgebildet wurde, um seine Lehre in ihre jeweiligen Heimatländer zurückzubringen.

Sie nahm mit mir (und manchmal auch mit Ian M.) an mehreren internationalen Lehrerausbildungs-Retreats teil und setzte sich stets ernsthaft und engagiert dafür ein, die Ausbildungen national zu etablieren. Ihre Liebe zu Rinpoche und seinem Werk war grenzenlos. Keine Anstrengung war ihr zu groß. Mit ihrem Tod geht ein bedeutendes Stück Rigpa-Geschichte verloren.

Bei einem Treffen der Teacher und Praxishalter*innen in Deutschland hatten wir die Vorstellung wie Elisabeth, aber auch Andreas, Kirsten, Maren und alle anderen Sanghafreunde, die in den letzten Jahren verstorben sind, in einem nächsten Leben den jungen Yangsi von Sogyal Rinpoche unterstützen und mit ihm ihren Weg fortsetzen.


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